Dokumentation zur Hardware


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Haftungsausschluß: Die Autoren übernehmen keine, über die gesetzlich vorgeschriebene Produkthaftung hinausgehende Haftung für die Richtigkeit der veröffentlichten Schaltungen und sonstigen Anordnungen sowie der technischen Beschreibung. Für den ordnungsgemäßen Einsatz und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen für den Betrieb ist der Betreiber selbst zuständig.




Das TCM 3105-Modem für die USCC>4

Das vorliegende Modem stellt eine einfache Schaltung für den Packet-Radio-Betrieb nach Bell 202 - Norm mit 1200Bd dar. Das Modem kann direkt auf die BayCom USCC>4-Einsteckkarte gesteckt werden oder auch standalone betrieben werden.

Zur Schaltung

Schaltplan als GIF,
Schaltplan für Postscript-Viewer

Herz der Schaltung ist der Modem Chip TCM3105 von Texas Instruments . Die Taktung dieses Bausteins erfolgt über den Quarz Q1. Die Sendedaten kommen über den Steckverbinder St1 von der Basiskarte direkt an das Modem-IC. Die sendefertige Nf wird über die RC-Kombination R9/R10 und C5 in das Funkgerät eingespeist. R10 dient dabei zu Regelung der Signallautstärke (Hub).

Das Empfangssignal vom Funkgerät gelangt über R7 und die Begrenzer-Dioden D2 und in das Modem-IC, die daraus entnommenen Daten werden von Pin 8 des ICs direkt der USCC>4 zugeführt.

Die Sende-Steuerung (PTT) (IC2C, R3, T1), enthält einen sogenannten Watchdog, der im Falle eines unbemerkten Programmabsturzes nach etwa 1 Minute den Sender abschaltet. Dazu dient das RC-Glied R1, C1, R2. Der Kondensator wird bei getastetem Sender langsam aufgeladen. Wird dabei die Umschaltschwelle von IC2c erreicht, so wird die PTT abgeschaltet. Eine Leuchtdiode dient zur Kontrolle der PTT (D4).

über IC2A und 2F wird die DCD des Modem-ICs an die USCC>4 geführt. Da diese DCD lediglich pegelgesteuert ist, spricht sie schon bei normalem Rauschen an. Sie sollte daher besser nicht verwendet werden. Für den Betrieb sollte man die Squelch offenlassen und die Softwarerauschsperre verwenden, die nur auf korrekte Packet-Signale reagiert.


Zum Aufbau

Beim Aufbau des Modems ist auf eine möglichst niedrige Bauhöhe zu achten, damit sich das Modem später problemlos in die USCC>4 einstecken lässt. Bestücken Sie daher alle Bauteile direkt auf der Platine aufliegend. Aus dem gleichen Grund können leider auch für die ICs keine Fassungen verwendet werden. Bestücken Sie zunächst die Widerstände und Dioden, anschließend die Kondensatoren. Es folgen der Transistor und das Poti. Der Quarz wird liegend eingelötet und sollte mit einem Tropfen Klebstoff oder einer Drahtbrücke dicht auf die Platine fixiert werden. Zum Abschluß werden die Steckerleisten eingelötet.

Bild 2: Bestückungsplan des TCM3105-Modems für die USCC>4


Bestückungsliste

R1 100k D1 1N4148
R2 3M3 D2 1N4148
R3 1k D3 1N4148
R4 33k D4 LED rot
R5 12k
R6 56k T1 BC548
R7 1k
R8 390 IC1 TCM3105
R9 1k IC2 74HC04
R10 10k Trimmer Submin.
ST1 Pfostenleiste 2*10
C1 Elko 10u ST2 Pfostenleiste 2*5
C2 27p ST3 Pfostenleiste 2*5
C3 27p
C4 100n
C5 100n
Q1 4.433 MHz

Belegung der Stecker St1 und St2 (St3 wird nicht genutzt)







Inbetriebnahme

Stecken Sie das Modem nun auf den gewählten Steckplatz Ihrer USCC>4-Karte. Der Anschluß an die SCC-Karte und an die externen Buchsen der USCC>4 ergibt sich dabei automatisch. Beachten Sie dabei bitte auch die Hinweise im USCC>4-Manual. Es können dann die entsprechenden Anschlüsse an die 9-poligen Buchsen der USCC>4 hergestellt werden. Zur Belegung siehe USCC>4-Manual.

Verbinden Sie LS (= Nf in) mit dem Lautsprecherausgang des Funkgerätes. Das Modem besitzt eine Eingangsimpendanz von etwa 1kOhm, es können sowohl niederohmige als auch hochohmige Funkgeräte angeschlossen werden.

Verbinden Sie Mic (Nf out) mit dem Mikrofoneingang des Funkgerätes, ebenso den PTT-Ausgang des Modems mit dem PTT-Eingang des Funkgerätes und zuletzt natürlich die Masse des Modems mit der Funkgerätemasse. Besitzen Sie ein Handfunkgerät, das keinen herausgeführten PTT-Anschluß besitzt, so müssen Sie sich ein Handfunkkabel mit entsprechender Beschaltung anfertigen. Bitte informieren Sie sich in den Unterlagen zu Ihrem Funkgerät über die Belegung der Anschlüsse!



Installieren Sie nun die BayCom-Terminalsoftware mit INSTALL (siehe Softwarehandbuch). Die korrekten Einstellungen für das TCM3105-Modem lauten für den entsprechenden Kanal (hier für Kanal 0 dargestellt):

mode 1200c

dwait 30

txdelay 20

maxfram 3

Zur Inbetriebnahme muß am Modem lediglich der Sendehub abgeglichen werden. Starten Sie dazu das BayCom Terminalprogramm und geben Sie einige Unproto-Pakete aus (mit Funktionstaste F10 auf Monitor gehen, mit :K0 auf Kanal 0 <bzw. entsprechenden> gehen und ohne Doppelpunkt am Zeilenanfang einige Male <RETURN> drücken. Mit der roten PTT-LED auf der Platine können Sie beobachten, ob das Modem auch wirklich angesprochen wird. Hören Sie Ihr Signal mit einem zweiten Empfänger zurück. Drehen Sie nun am Potentiometer R10. An der linken Endstellung ist kein Signal mehr vorhanden. Drehen Sie das Poti nun vorsichtig auf, bis sie merken daß die Lautstärke konstant zu bleiben scheint (etwa so laut wie das Grundrauschen des Geräts bei geöffneter Rauschsperre), aber noch keine Verzerrungen hörbar sind. Sie können sich auch an der Lautstärke anderer Stationen auf der Frequenz orientieren. Sollten Sie beim späteren Verbindungsaufbau Probleme haben, so versuchen Sie, den Hub nochmals zu variieren. Für die Hubeinstellung ist es übrigens günstig, wenn Sie die Tastzeit des Senders einmal künstlich verlängern (mit dem Befehl :TXD 100). Stellen Sie aber nach Beendigung des Abgleichs diesen Wert wieder auf ein vernünftiges Maß zurück (sollte auf jeden Fall kleiner 30 sein).

Damit sind alle Arbeiten erledigt und Sie können den Packet-Betrieb aufnehmen.


Umbau auf 2400Bd

Mit dem TCM3105-Modem kann auch der an manchen Orten verbreitete 2400Bd-Betrieb durchgeführt werden. Dazu wird der Quarz Q1 gegen einen mit der Frequenz 7.3728 MHz ausgetauscht (Achtung: Mancherorts sind auch andere Quarzfrequenzen üblich, bitte erkundigen Sie sich beim Betreiber des Nodes!). In der Software muß lediglich mode 2400c gesetzt werden. Bitte beachten Sie, daß nicht alle Funkgeräte in der Lage sind, das durch den Umbau entstehende breitere Spektrum noch korrekt zu übertragen.


Technische Daten:

Eingangsimpendanz Nf: 1kOhm

Ausgangsimpendanz Nf: ca. 10 kOhm

Abmessungen: 50 * 90 * 10 mm


Die Rechte an Schaltung und Ausführung liegen bei:

Johannes Kneip, DG3RBU

Bert-Brecht-Weg 28

30890 Barsinghausen



4510 Modem mit TCM3105 für USCC>4, Bausatz

4610 Modem mit TCM3105 für USCC>4, Fertiggerät

4511 Modem mit TCM3105 für USCC>4, Leerplatine

Bitte entnehmen Sie die aktuellen Preise unserer Preisliste!