Dokumentation zur Hardware
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Ideen, Texte, Zeichnungen und Schaltungen in diesem Handbuch sind urheberrechtlich geschützt. Eine auch nur auszugsweise Verbreitung und Veröffentlichung sowie der Nachbau ist grundsätzlich nur mit vorheriger Zustimmung der Autoren gestattet. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt.
Die Urheberrechte für die Schaltung und Ausführung liegen bei Thomas Sailer, HB9JNX, und Johannes Kneip, DG3RBU.
Haftungsausschluß: Die Autoren übernehmen keine, über die gesetzlich vorgeschriebene Produkthaftung hinausgehende Haftung für die Richtigkeit der veröffentlichten Schaltungen und sonstigen Anordnungen sowie der technischen Beschreibung. Für den ordnungsgemäßen Einsatz und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen für den Betrieb ist der Betreiber selbst zuständig.
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Einführung
Der EPPFLEX-Adapter kann entweder mit einem handelsüblichen DF9IC-Modem an einer externen Schnittstelle oder mit dem eingebauten FSK/AFSK-Analogteil betrieben werden. Bei Betrieb mit dem externen Modem wird dieses an den Modem-Disconnect Stecker JP1 angeschlossen. Das interne Modem ist bereits auf der Platine bestückt. Das Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten geschieht rein durch Parametrisierung des entsprechenden FlexNet-Treibers.
Der Analogteil des internen Modems ist rund um den Vierfach-Operationsverstärker LM6134 (IC3) und den Komparator LM393 aufgebaut (IC5). Wie bei allen anderen FSK-Modems gilt auch, daß die Kondensatoren entsprechend der Baudrate skaliert werden müssen. Im Schaltplan und der Stückliste sind die Werte für 9600bit/s angegeben, für höhere Baudraten befinden sich die Werte in einer Tabelle im Anhang an die Stückliste
Eine Besonderheit des Analogteils stellt der Widerstand R28 dar. Mit ihm wird im Falle des 1200Bd-AFSK-Betriebs ein Delta-Sigma Analog/Digitalwandler realisiert, der das eingehende 1200Bd Signal digitalisiert und zur Weiterverarbeitung im FPGA zur Verfügung stellt. Durch ein im FPGA realisiertes FIR-Filter kann dann das 1200Bd-Signal zurückgewonnen werden. Aufgrund der A/D-Wandlung besitzt der AFSK-Demodulator eine weit bessere Qualität als die bisher üblichen Modems, die das bereits vom Komparator digitalisierte Signal zur Demodulation verwenden.
Die Spannungsversorgung des Modems erfolgt über den 7805-Spannungsregler, eine Eingangsspannung von 8-16V (Gleich- oder Wechselspannung) ist zulässig.
Die Anzeige des Betriebszustands erfolgt über eine Reihe von Leuchtdioden (D1-D6).
Die LED-Anschlußbeine werden um 90 Grad abgebogen und so bestückt, daß der Plastikkörper des LED-Gehäuses direkt vor der Platine zu liegen kommt. Bei RN1-RN3 handelt es sich um drei Widerstandsnetzwerke mit je vier Widerständen zu 22Ohm. Sind die Netzwerke nicht verfügbar, können auch Einzelwiderstände stehend montiert werden. Der Spannungsregler wird an einem Kühlkörper montiert, mit dem er verschraubt wird.
Hinweis: In der ersten Serie der Platine
wurden die Löche für BU1 etwas zu eng gebohrt. Daher sollte zu
allererst BU1 bestückt werden (ggf. mit sanfter Gewalt durch die Bohrungen
drücken). Auf dem Bestückungsplan der Platine ist zudem OSC1
mit 9.83 MHz angegeben, die korrekte Frequenz ist jedoch 19.66 MHz.
| R1 | 1M3 | C1 | 3n3 |
| R2 | 648k | C2 | 470p |
| R3 | 324k | C3 | 100p |
| R4 | 160k4 | C4 | 1n |
| R5 | 80k2 | C5 | 10uF Tantal |
| R6 | 40k1 | C6 | 470n RM5,08 |
| R7 | 20k | C7 | 220p |
| R8 | 100k | C8 | 1n |
| R9 | 56k | C9 | 3n3 |
| R10 | 4k7 | C10 | 1uF |
| R11 | 8k2 | C11 | 470uF Elko 16V |
| R12 | 12k | C12 | 100n |
| R13 | 100 | C13 | 100n |
| R14 | 82k | C14 | 100n |
| R15 | 39k | C15 | 100n |
| R16 | 100k | C16 | 100n |
| R17 | 8k2 | C17 | 100n |
| R18 | 4k7 | C18 | 100n |
| R19 | 4k7 | C19 | 100n |
| R20 | 1k | ||
| R21 | 1k | D1 | LED gelb |
| R22 | 1k | D2 | LED gelb |
| R23 | 1k | D3 | LED rot |
| R24 | 1k | D4 | LED grün |
| R25 | 4k7 | D5 | ZPD20 |
| R26 | 68k | D6 | LED rot |
| R27 | 100k | BGL1 | Brückengleichrichter 40V 800mA |
| R28 | 8k2 | T1 | BS170 |
| R29 | 22 Ohm | ||
| R30 | 33k | IC1 | 74ACT02 |
| R31 | 10 Ohm | IC2 | 62256 (SRAM 32k*8) |
| P1 | Trimmpoti 10k stehend | IC3 | LM6134 |
| RN1 - RN3 RN3 | Widerstandsnetzw. 22Ohm | IC4 | XCS10-3PC84C
(Xilinx) |
| IC5 | LM393N | ||
| Bu1 | Sub-D 25p männl | IC6 | 7805 |
| Bu2 | Sub-D 9p. männl | OSC1 | 19.66 MHz |
| Bu3 | AC-Buchse | ||
| JP1 | Pfostenstecker 2*10 | 1 IC-Fassung 28p | |
| 1 IC-Fassung 84pol PLCC | |||
| 2 IC-Fassungen 14p | |||
| 1 IC-Fassung 8p | |||
| 1 Platine | |||
| 1 Kühlkörper TO220 |
Ab 153kbit/s sollte anstelle des LM393 ein MAX942 zum Einsatz kommen.
| Baudrate | 19k2 | 38k4 | 76k8 | 153k6 | 307k2 |
| C1 | 1n5 | 680p | 330p | 330p | 330p |
| C2 | 220p | 110p | 47p | 47p | 47p |
| C3 | 47p | 22p | 10p | 10p | 10p |
| C4 | 470p | 220p | 100p | 100p | 100p |
| C7 | 100p | 47p | 22p | 22p | 22p |
| C8 | 470p | 220p | 100p | 100p | 100p |
| C9 | 1n5 | 680p | 330p | 330p | 330p |
| R8 | 100k | 100k | 100k | 47k | 22k |
| R14 | 82k | 82k | 82k | 39k | 18k |
| R9 | 56k | 56k | 56k | 27k | 12k |
| R15 | 39k | 39k | 39k | 18k | 10k |
| R17 + R28 | 8k2 | 8k2 | 8k2 | 2k7 | 2k7 |
Bestückungsplan:

Steckerbelegung des DF9IC-Verbindungssteckers:
| Pin | Bezeichnung | Pin | Bezeichnung |
| P1 | +5V | P2 | GND |
| P3 | +5V | P4 | GND |
| P5 | /RES | P6 | GND |
| P7 | /DCD | P8 | GND |
| P9 | /CTS | P10 | GND |
| P11 | /RTS | P12 | GND |
| P13 | TXD | P14 | GND |
| P15 | RXD | P16 | GND |
| P17 | TXC | P18 | GND |
| P19 | RXC | P20 | GND |
Der Anschluß an den Enhanced Parallel Port des PCs erfolgt über ein handelsübliches Druckerverlängerungskabel (25p. male auf 25p. female). Aufgrund des kritischen Timings sollte dessen Länge nicht über 2m betragen. Das Kabel sollte zudem abgeschirmt sein.
Das Funkgerät wird für das interne Modem über eine 9-polige Sub-D Buchse angeschlossen. Die Belegung lautet hier:
| Pin | Bezeichnung |
| P1 | Nf Out |
| P3 | PTT |
| P4+5 | Nf in |
| P6-9 | Ground |
EPPFPGA wird wie folgt aufgerufen:
EPPFPGA p<Portadresse> -v
m<modemconfiguration> -t<testroutine>
Kann entfallen, wenn Port 1 benutzt wird.
-v: Verbosity Level: Es können ein oder mehrere v zugefügt werden (-v-v-v), je mehr v vorhanden sind, desto ausführlicher werden die Bildschirmausgaben des Programms.
-m<modemkonfiguration>. Hier werden die gewünschten Modemparameter angegeben:
intmodem,extmodem Selektiert
das interne oder ein über den Modem-
Disconnect-Stecker angeschlossenes
externes Modem
loopback,noloopback Schaltet einen digitalen internen Loopback ein/aus
extstat,noextstat Wählt
zwischen dem EPP-Kompatibilitätsmodus (zum
konventionellen EPP-Modem) und
dem erweiterten
Modus aus
divider=x Setzt den Taktteiler. Im FSK Modus lautet die
Formel:
x=fclk/16/bitrate.
Im AFSK Modus lautet die Formel:
x=fclk/64/bitrate. In der von
Baycom
ausgelieferten Konfiguration
beträgt fclk 19.666660
MHz.
Beispielwerte:
76k8 FSK: -mdivider=16
9k6 FSK: -mdivider=128
1k2 AFSK: -a -mdivider=256
-t<testroutine>.
Hier wird die gewünschte Art des Tests angegeben. Folgende Tests sind
unter anderem verfügbar:
ram Testet den RAM-Baustein
per FPGA Boundary-Scan. Langsam.
bled Lässt die LED's blinken
per FPGA Boundary-Scan.
dac Testet den DA-Konverter
per FPGA Boundary-Scan. Ein Sinus mit Ecken wird ausgegeben.
ccnt Misst einige Taktfrequenzen
mit spezieller FPGA-Testfirmware.
creg EPP Register Schreib/Lesetest
mit spezieller FPGA-Testfirmware
cled LED Test mit spezieller
FPGA-Testfirmware
cadc Digitaler Loopback vom
AD-Konverter zum DA-Konverter
led LED-Test mit EPP-Firmware
ledfast Schneller LED-Test mit
EPP-Firmware
berr Adaptertest mit EPP-Firmware
berrv Adaptertest mit Anzeige
der Empfangsdaten mit EPP-Firmware
berrd Adaptertest mit Zufallsdaten
mit EPP-Firmware
ecpled LED-Test mit ECP-Firmware
ecpledfast Schneller LED-Test
mit ECP-Firmware
ecpberr Adaptertest mit ECP-Firmware
ecpberrv Adaptertest mit Anzeige
der Empfangsdaten mit ECP-Firmware
ecpberrd Adaptertest mit Zufallsdaten
mit ECP-Firmware
eppafskled LED-Test mit EPP-AFSK-Firmware
eppafskledfast Schneller LED-Test
mit EPP-AFSK-Firmware
eppafskberr Adaptertest mit
EPP-AFSK-Firmware
eppafskberrv Adaptertest mit
Anzeige der Empfangsdaten mit EPP-AFSK-Firmware
eppafskberrd Adaptertest mit
Zufallsdaten mit EPP-AFSK-Firmware
eppafsktx0 Konstant 0 senden
im AFSK Modus
eppafsktx1 Konstant 1 senden
im AFSK Modus
epprx Empfangstest im EPP FSK
Modus
ecprx Empfangstest im ECP FSK
Modus
eppafskrx Empfangstest im EPP
AFSK Modus
Natürlich müssen nicht alle Tests ausprobiert werden, wir empfehlen aber zumindest einen LED-Test im Boundary Scan Mode und im EPP oder ECP Mode (eppled oder ecpled) und anschließend einen Adaptertest (berrd oder ecpberrd).
Ein gültiger Beispielaufruf bei Anschluß an LPT2 (Adresse 278) und 76,8 kbit/s wäre:
EPPFPGA p0x278 -v mdivider16 -tepprx
Installieren Sie die FlexNet-Software, indem Sie alle Files aus dem Verzeichnis FLEXBIN auf der Diskette in ein entsprechendes Verzeichnis auf Ihrer Festplatte kopieren. Die jeweils neueste Version der Software ist über das Internet verfügbar (unter http://dl0td.afthd.th-darmstadt.de/~flexnet/index.html). Der Treiber für den EPPFLEX-Adapter heißt BAYEPP.EXE, die jeweils neueste Version ist auch auf den BayCom-Web-Seiten (http://www.baycom.org) verfügbar.
Schließen Sie das Modem an den PC an (dieser sollte dabei ausgeschaltet sein) und versorgen Sie das Modem mit Spannung. Starten Sie Ihren PC.
Starten Sie die FlexNet-Software durch die in Courier gedruckte folgende Befehlsfolge in DOS oder innerhalb eines DOS-Fensters von WIN95:
BAYEPP -p<portadresse> -m<modifier>
Für die Parameter hinter BAYEPP gelten folgende
Angaben:
-?,-h Beschreibung der Parameter
1..4 Parport Nummer
-b,-p Basisaddresse der Schnittstelle
(Format z.B.:
(-p0x278)
-a AFSK-Mode
-m Modem-Konfigurationsstring
fr das FPGA Modem
Modem-Konfigurationsstring (-m)
extclk,intclk Wählt als
Taktquelle entweder den externen
Quarzoszillator oder den FPGA-internen
Oszillator. Die Frequenz des FPGA-Oszillators
beträgt etwa 8MHz und ist
sehr ungenau. Dessen Verwendung
kommt allenfalls
bei Verwendung eines externen
Modems in Frage. Achtung:
intclk darf bei bestücktem
Quarzoszillator NICHT verwendet
werden.
intmodem,extmodem Selektiert
das interne oder ein über den Modem-
Disconnect-Stecker angeschlossenes
externes Modem
loopback,noloopback Schaltet einen digitalen internen Loopback ein/aus
extstat,noextstat Wählt
zwischen dem EPP-Kompatibilitätsmodus (zum konventionellen
EPP-Modem) und dem erweiterten
Modus aus
divider=x Setzt den Taktteiler. Im FSK Modus lautet die
Formel:
x=fclk/16/bitrate.
Im AFSK Modus lautet die
Formel:
x=fclk/64/bitrate. In der von
Baycom
ausgelieferten Konfiguration
beträgt fclk
19.666660 MHz. Achtung: Die
Analogfilter des Modems
müssen entsprechend der
gewählten Bitrate bestückt
sein.
Beispiel-Aufrufe
76k8 FSK: bayepp p0x278 -mdivider=16
9k6 FSK: bayepp p0x278 -mdivider=128
1k2 AFSK: bayepp p0x278 -a
-mdivider=256
Wird die Spannungsversorgung zum Modem unterbrochen, muß der FlexNet-Treiber neu gestartet werden, damit das FPGA wieder konfiguriert wird.
Weitere Hinweise zum Betrieb mit FlexNet: Siehe FlexNet-Dokumentation auf der Diskette.
Das BayCom-Team wünscht viel Spaß am High-Speed-Packet mit dem EPP-Modem!
Bestellung von BayCom-Artikeln
Alle BayCom-Artikel erhalten Sie über die unten angegebene Adresse. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne unseren aktuellen Katalog mit Preisliste zu.
BayCom-Artikel erhalten Sie zudem im In- und Ausland bei zahlreichen Fachhändlern zu Originalpreisen.
8750 EPPFLEX-Adapter mit FSK-Modem
nach HB9JNX (76k8), Bausatz m. Gehäuse
8850 EPPFLEX-Adapter mit FSK-Modem
nach HB9JNX (76k8), Fertiggerät
8751 EPPFLEX-Adapter, Leerplatine
8752 Aluminiumgehäuse für
EPP-Adapter
Für alle BayCom-Bausätze
bieten wir Ihnen einen Reparaturservice an. Sie werden sicherlich verstehen,
daß dieser Service nicht ganz kostenlos sein kann. Wir versichern
Ihnen aber, die Reparatur so kostengünstig wie möglich durchzuführen,
da sich unser Team sehr wohl in die Nöte des Bastlers hineinversetzen
kann. Sofern die Reparaturkosten den halben Bausatzpreis nicht überschreiten,
führen wir sie sofort durch, Sollte der Schaden größer
sein, so nehmen wir vor der Durchführung mit Ihnen Verbindung auf.
Bitte senden Sie Ihre Geräte direkt an die BayCom-Adresse oder kontaktieren
Sie uns vorher unter Tel. 05105/585050 oder FAX 05105/585060. Sie erhalten
hier ebenfalls Auskunft, wenn Sie technische Fragen haben.
